
Institut für Molekulare Biologie (IMB)
Gründungsdirektor des IMB ist Prof. Dr. Christof Niehrs. Damit steht einer der weltweit führenden Zell- und Entwicklungsbiologen an der Spitze des Instituts.
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Pressemeldung
Porträt Prof. Niehrs
Vier Fragen an Gründungsdirektor Niehrs
Prof. Niehrs, Sie sind aus einem exzellenten Umfeld – dem Deutschen Krebsforschungszentrum – nach Mainz gewechselt, um als Gründungsdirektor das Institut für Molekulare Biologie (IMB) aufzubauen. Was reizt Sie an der neuen Aufgabe am meisten?
Ich sehe hier eine Chance, wie sie im Leben eines Wissenschaftlers einmalig ist: Die Möglichkeit, ein Institut aufzubauen und meine Visionen und Ziele umzusetzen. Mit dem IMB leite ich zudem kein ganz übliches Forschungszentrum, sondern ein Institut mit einer außergewöhnlich großen Flexibilität und – vor allem dank der Boehringer Ingelheim Stiftung – exzellenten Rahmenbedingungen.
Was wird am IMB erforscht?
Die Disziplinen werden von Biochemie über Strukturbiologie, Zellbiologie und Genetik bis zur Entwicklungsbiologie reichen, d.h. von der Frage nach den Eigenschaften einzelner regulatorischer Moleküle bis zur Embryonalentwicklung von ganzen Organismen. Nur mit dieser Bandbreite an Disziplinen und Methoden können wir wichtige Fragen beantworten – so etwa wie Gene in bestimmten Phasen der Entwicklung und in Stammzellen reguliert, d.h. an- und abgeschaltet werden. Das Buch des Lebens, den DNA-Code, kennen wir seit der Sequenzierung des Genoms. Wir müssen es aber noch genauer lesen lernen.
Wie ist das Institut aufgebaut?
Das Institut bietet Platz für drei Forschungsabteilungen und bis zu acht unabhängige Nachwuchsgruppen. Hinzu kommen state of the art-Technologieplattformen mit den derzeit leistungsfähigsten Geräten. Gerne können auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Forschungsbereichen der Universität Mainz unsere Technologieeinrichtungen nutzen.
Was sind Ihre Ziele am IMB?
Unsere Mission ist Grundlagenforschung auf höchstem Niveau. Wir wollen ein weltweites Leuchtturminstitut für die Schwerpunktthemen Epigenetik und DNA-Reparatur werden. Damit haben wir einen zukunftsträchtigen Schwerpunkt gewählt, der die derzeit spannendsten Felder der Biowissenschaften aufgreift. An unserem Institut sollen Synergien entstehen, die die Forschung entscheidend vorantreiben und damit auch über das hinausgehen, was die bisher bestehenden Forschungszentren zur Epigenetik leisten.
Die Fragen stellte Dr. Kerstin Terrenoire.