
Proteinforscher Ulrich Hartl mit dem Heinrich-Wieland-Preis 2011 ausgezeichnet
Was haben neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Chorea Huntington und Morbus Parkinson gemeinsam? Sie treten immer häufiger in einer älter werdenden Gesellschaft auf und falsch gefaltete, verklumpende Proteine spielen eine zentrale Rolle. Entschlüsseln Wissenschaftler die molekularen Mechanismen der Proteinfaltung, so können daraus neue Ansätze für Prävention, Diagnostik und Therapie dieser Krankheiten entstehen. Für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zur Faltung von Proteinen wurde Professor Franz-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, mit dem Heinrich-Wieland-Preis 2011 ausgezeichnet. Der Preis der Boehringer Ingelheim Stiftung ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert und wurde am 27. Oktober 2011 im Baeyer-Hörsaal der LMU München verliehen.
Ausführlichere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.
Press release in English.
Dr. Daniel Schubert: Herausragende Forschung auf dem Gebiet der Epigenetik
Der Biologe Dr. Daniel Schubert, Nachwuchsgruppen-
leiter am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist jetzt in das Perspektiven-Programm „Plus 3“ aufgenommen worden und erhält über einen Zeitraum von drei Jahren Fördermittel in Höhe von 900.000 Euro. Die Boehringer Ingelheim Stiftung unterstützt damit seine Arbeiten in der molekulargenetischen Grundlagenforschung, bei denen Schubert an molekularen Schaltern der Epigenetik forscht, den sogenannten Histon-Proteinen, um die die DNA gewickelt ist. Speziell untersucht er Histon-Modifikationen, die von Zelle zu Zelle vererbt werden können und deren Funktion in der Pflanzenentwicklung. Mit den erzielten Erkenntnissen könnten später Entwicklungsprozesse ohne Eingriff in den genetischen Code kontrolliert und verändert werden.
Weitere Informationen:
http://www.uni-duesseldorf.de/home/universitaet/weiterfuehrend/pressebereich/pressemeldungen/news-detailansicht/article/epigenetik-das-gedaechtnis-der-pflanzen.html
Dr. Andriy Mokhir: Exzellent in der biochemischen Grundlagenforschung
Der Chemiker Privatdozent Dr. Andriy Mokhir, Nachwuchsgruppenleiter am Anorganisch-Chemischen Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wurde jetzt in das Perspektiven-Programm „Plus 3“ aufgenommen und erhält damit für einen Zeitraum von drei Jahren Fördermittel in Höhe von 900.000 Euro. Unterstützt werden damit seine Arbeiten in der biochemischen Grundlagenforschung zur Entwicklung einer hochempfindlichen photochemischen Methode für den Nachweis von Nukleinsäuren in lebenden Zellen. Die Nachweismethode soll dabei helfen, die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten wie Krebs oder Infektionen besser verstehen zu können.
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de/presse/news2011/pm20110815_plus3.html
Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Dr. Christian Hackenberger
Der Berliner Chemiker ist einer von sechs Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen, die mit dem Heinrich Maier-Leibnitz-Preis der DFG 2011 ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit je 16.000 Euro dotiert und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gesponsert. Hackenberger ist der erste Wissenschaftler, der in das PLUS 3-Programm der Boehringer Ingelheim Stiftung aufgenommen wurde. Derzeit leitet er eine eigene Arbeitsgruppe an der Freien Universität Berlin.
Weitere Informationen:
http://idw-online.de/de/news?print=1&id=413723
http://www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2011/pressemitteilung_nr_09/index.html