Skip to main content

Initiativen an der Unimedizin Mainz.

Aus Verbundenheit seiner Stifter zur Region schenkt die Boehringer Ingelheim Stiftung der Universität Mainz besondere Aufmerksamkeit. So hat die Stiftung in der Vergangenheit zum Beispiel zum Aufbau des Instituts für Humangenetik und der Abteilung Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz beigetragen. Zurzeit fördert sie das Deutsche Resilienz Zentrum und ein Forschungskonsortium zum Thema Herz-Kreislauf-System.

Deutsches Resilienz Zentrum (DRZ)

Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert das Deutsche Resilienz Zentrum an der Universitätsmedizin Mainz für drei Jahre von Mai 2017 bis April 2020 mit insgesamt 6 Millionen Euro. Das DRZ wurde im Juli 2014 als zentrale Einrichtung der Universität Mainz und der Universitätsmedizin Mainz gegründet und wird von Prof. Dr. Beat Lutz und Prof. Dr. Klaus Lieb geleitet. Seit 11. Januar 2018 ist das DRZ eine rechtlich eigenständige, außeruniversitäre Institution. Die Boehringer Ingelheim Stiftung möchte mit ihrer Förderung den weiteren Aufbau des DRZ als international anerkanntes Forschungsinstitut in Mainz unterstützen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am DRZ erforschen, wie und weshalb manche Menschen trotz z. B. traumatischer Erlebnisse in ihrem Leben psychisch gesund bleiben oder wieder vollkommen gesund werden. Diese als Resilienz – Widerstandskraft – bezeichnete Eigenschaft steht im Mittelpunkt der Forschung am DRZ, das europaweit das erste seiner Art ist: In einem umgekehrten Forschungsansatz erforscht es nicht, woran Menschen erkranken, sondern wie sie gesund bleiben.

Das DRZ verfolgt einen dreistufigen Ansatz: Seine Forscher suchen nach den biologischen Grundlagen, die Resilienz ermöglichen. Diese Grundlagenforschung fördert die Boehringer Ingelheim Stiftung mit ihrer finanziellen Unterstützung. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen will das DRZ neurowissenschaftlich fundierte Maßnahmen entwickeln, erproben und der Bevölkerung zugänglich machen, die die Widerstandskraft stärken können. Im dritten Schritt sollen diese Maßnahmen in die Gesundheitsfürsorge, zum Beispiel in Betrieben, Schulen und Universitäten integriert werden und eine zentrale Informations- und Beratungsstelle für Resilienz aufgebaut werden. 

 

Forschung zu neuen Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System

Seit Januar 2017 fördert die Boehringer Ingelheim Stiftung die Forschung nach neuen Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System an der Universitätsmedizin Mainz. Dazu unterstützt sie das Konsortium „Neue und vernachlässigte Risikofaktoren des Herz-Kreislauf-Systems: Molekulare Mechanismen und therapeutische Bedeutung” („Novel and neclected cardiovascular risk factors: molecular mechanisms and therapeutic implications“) mit rund 3 Millionen Euro für drei Jahre. Insgesamt 6 Forschungsgruppen vom Zentrum für Kardiologie, dem Institut für Pharmakologie und dem Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) beteiligen sich an dem Forschungskonsortium, das von Prof. Dr. Thomas Münzel und Prof. Dr. Huige Li geleitet wird.

Mit der Förderung möchte die Boehringer Ingelheim Stiftung die Grundlagenforschung an der Universitätsmedizin Mainz in diesem Bereich stärken und insbesondere aufstrebende Forscherinnen und Forscher dabei unterstützen, ein eigenes unabhängiges Forschungsprofil auf zu bauen. Ziel des Forschungskonsortiums ist es zu verstehen, wie neue Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System auf molekularer Ebene wirken. Wie verändert sich die Funktion der Blutgefäße z. B. als Folge von Entzündungen der Haut? Was passiert mit den Zellen und Geweben in Herz und Adern, wenn das Immunsystem gestört ist oder sich die Darmflora verändert? Antworten auf diese Fragen könnten langfristig dabei helfen, neue Therapien für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu entwickeln.