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Neuigkeiten von der Boehringer Ingelheim Stiftung.

Prof. Alexander Varshavsky erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2017. (c) A. Griesch
Prof. Alexander Varshavsky erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2017. (c) A. Griesch

Professor Alexander Varshavsky vom California Institute of Technology in Pasadena, USA, erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2017 für das Entschlüsseln der Rolle des Ubiquitin-Systems in der Zelle. Varshavsky hat bewiesen, dass das Protein Ubiquitin die Funktion und Menge anderer Proteine präzise steuert. So spielt es eine Schlüsselrolle in einer überraschend breiten Palette von Prozessen, von der Zellteilung über die Herstellung von Proteinen bis zur Antwort der Zelle auf Stress. Die gemeinnützige Boehringer Ingelheim Stiftung hat den mit 100.000 Euro dotierten Preis am 19. Oktober in München im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums überreicht.

Link zur vollständigen Pressemitteilung

Link zu einem Bild der 3D-Struktur des Proteins Ubiquitin, in rot die Stellen an denen Ubiquitin an sich selbst anheften kann, um verzweigte Ketten zu bilden. Blau ist das N-Ende, gelb das C-Ende der Aminosäurekette. Copyright: Paul Riviere, CC_BY-SA 3.0

Ein Klick auf das Bild führt zum Film "Sehen heißt Verstehen". Er zeigt neben einer 3D-Animation dieses Bildes weitere Momentaufnahmen des Lebens, die zu wichtigen Entdeckungen führten und gibt erste Einblicke in das geplante Imaging Technology Centre. Bild: J Cell Sci 2016 129: 444-456.

Ab 2018 entsteht in Heidelberg am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) ein weltweit einmaliges Zentrum, das die neuesten Technologien der Licht- und Elektronenmikroskopie vereint. Die Boehringer Ingelheim Stiftung spendet über 15 Jahre 5 Millionen Euro insbesondere für das Training und die Arbeit von Gastwissenschaftlern aus aller Welt an den hochkomplexen Mikroskopen.

Die neuen Imaging-Technologien versprechen – insbesondere wenn kombiniert – für die Forschung in den Lebenswissenschaften völlig neue Einblicke und Erkenntnisse. Zurzeit gibt es jedoch weltweit kein Zentrum, das Wissenschaftlern die neuesten Licht- und Elektronenmikroskopie kombiniert bietet und weiterentwickelt. Selbst der Zugang zu jeder einzelnen der teuren und komplexen neuen Technologien ist auf wenige Standorte beschränkt.

In Heidelberg, am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), einem der international führenden Forschungszentren, entsteht ab 2018 ein weltweit einmaliges Imaging Technology Centre. Es wird diese Technologien vereinen und Wissenschaftlern aus aller Welt offen stehen.

Das Gebäude und die Ausrüstung des neuen Zentrums werden vom Bund, dem Land Baden-Würtemberg und der Industrie finanziert. Der Spatenstich soll im Sommer 2018 erfolgen.

Zur Pressemitteilung des EMBL. (Für Deutsch bitte nach unten scrollen.)

Von links: Prof. U. Förstermann, PD Dr. J. Fahrer, Chr. Boehringer, PD Dr. K. Ponto, Dr. T. Voigt, Prof. H. Schild. Foto: J. Arlt

Zwei Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz ausgezeichnet

Die Boehringer Ingelheim Stiftung zeichnete heute im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung den Toxikologen PD Dr. Jörg Fahrer und die Augenfachärztin PD Dr. Katharina Ponto mit dem diesjährigen Boehringer-Ingelheim-Preis aus. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis geht zu gleichen Teilen an die beiden erfolgreichen Nachwuchswissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz. Jörg Fahrer fand heraus, wie Zellen des Darms auf bestimmte krebserregende Stoffe, die etwa beim Braten von Fleisch entstehen, reagieren und welche Wege die Zelle einschlägt, um sich vor Schäden an ihrem Erbgut und Zelltod zu schützen. Die neuen Erkenntnisse helfen, besser zu verstehen, wie Dickdarmkrebs entsteht. Katharina Ponto wertete Daten der Gutenberg-Gesundheitsstudie aus und liefert nun erstmals verlässliche und aussagekräftige Zahlen zu Netzhautveränderungen im sehr frühen Diabetes-Stadium. Ihre Daten legen nahe, dass gezielte Screening Programme helfen könnten, Netzhautschäden als Folge einer Zuckererkrankung zu vermeiden.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

Von links: Dr. E. Frank, O. Boehringer, Prof. B. Simon, Dr. T. Voigt, Dr. A. Baranowski, Dr. G. Gasteiger, Prof. U. Förstermann, Dr. C. Walther, Prof. M. Beutel. Photo: T. Böhm

Zwei Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz ausgezeichnet.

Die Boehringer Ingelheim Stiftung würdigte heute im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung den Unfallchirurgen und Orthopäden Dr. Andreas Baranowski und den Immunologen Dr. Georg Gasteiger mit dem diesjährigen Boehringer-Ingelheim-Preis. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis geht zu gleichen Teilen an die beiden erfolgreichen Nachwuchswissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz. Andreas Baranowski fand heraus, dass bei Prothesen aus Titan, die mit dem knocheneigenen Eiweiß „Bone Sialoprotein“ beschichtet sind, knochenspezifische Gene aktiviert werden. Daraus können eine bessere Verankerung der Prothesen im Knochen und damit ein langfristig stabilerer Sitz resultieren. Georg Gasteiger konnte nachweisen, dass bestimmte Zellen des angeborenen Immunsystems, die sogenannten ILCs, an ihre jeweiligen Gewebe angepasste, lokale Abwehrzellen sind. Diese Erkenntnis ist ein bedeutender Schritt, um die Funktionsweise der Immunabwehr zu verstehen.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier

Der Chemiker Peter Schultz wird mit dem internationalen Heinrich-Wieland-Preis 2016 geehrt für seine grundlegenden Beiträge zur biologisch inspirierten Synthese neuer Moleküle und insbesondere für die Erweiterung des genetischen Kodes. Schultz, Professor am Scripps Forschungs-Institut in La Jolla, Kalifornien, kombiniert Methoden der Natur und aus dem Chemielabor um Moleküle mit neuartigen Funktionen herzustellen. Diese können helfen, die Geheimnisse des Lebens zu entschlüsseln oder als Medikamente oder Grundstoff für neue Materialien dienen. Seine Ergebnisse haben bereits zu zum Teil bereits zugelassenen Medikamenten gegen Krebs, Tuberkulose, Autoimmun- und Degenerationskrankheiten geführt. Die Boehringer Ingelheim Stiftung verleiht ihm den mit 100.000 Euro dotierten Preis im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums über synthetische Biologie am 13. Oktober in München.

Pressemitteilung auf Deutsch

Gemeinsame Erklärung der Boehringer Ingelheim Stiftung und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu den Verträgen bezüglich ihrer Zusammenarbeit: Ein gemeinsames Ziel: „Beste Bedingungen für Spitzenforscher und Freiräume für exzellente Forschung“ 

Die Boehringer-Ingelheim-Stiftung (BIS) fördert exzellente natur- und lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs bundesweit. Aus regionaler Verbundenheit konzentriert die Stiftung seit ihrer Errichtung im Jahr 1977 einen erheblichen Anteil ihrer Fördermittel auf die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

So fördert die Stiftung seit 2009 die Einrichtung und die Arbeit des Instituts für Molekulare Biologie (IMB) über einen Zeitraum von 10 Jahren. Seit 2013 unterstützt sie zusätzlich die Neuausrichtung des Fachbereichs Biologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Insgesamt spendet die Stiftung der JGU für diese beiden Projekte 150 Millionen Euro.

Hier finden Sie die Pressemitteilung "Gemeinsame Erklärung BIS und JGU"

Mit der 100-Mio.-Euro-Spende der Boehringer Ingelheim Stiftung wurde es für die Universität Mainz möglich, ein internationales Spitzeninstitut für Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften zu errichten. Es war und ist nicht Intention der Stiftung, in die Belange von Universitäten einzugreifen. Wir möchten vor allem sicherstellen, dass das Institut und die von der Universität berufenen Spitzenforscher beste Bedingungen und die für exzellente Forschung notwendigen Freiräume erhalten. Nur so können international ausgewiesene Lebenswissenschaftler gewonnen werden, wie die Direktoren des IMB.

Auch legen die Verträge nur das große Forschungsfeld der Lebenswissenschaften und keine einzelnen Themen fest. Aus den Verträgen wird auch klar, dass alle Ergebnisse sowie möglichen Patente der Universität Mainz gehören. Ebenso legen die Verträge fest, dass „bei der Berufung die jeweils geltenden hochschulrechtlichen und beamtenrechtlichen Regelungen zu beachten sind“ und dass "öffentliche Bekanntmachungen" zwischen den Vertragspartnern abgestimmt werden. Selbstverständlich sind damit nicht wissenschaftliche Publikationen gemeint.

Zur Stiftung: Die Boehringer Ingelheim Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die rechtlich und inhaltlich vom Unternehmen Boehringer Ingelheim unabhängig ist. Mit ihren Förderprogrammen und Wissenschaftspreisen setzt sich die Stiftung für exzellente natur- und lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung ein.

Mainz, 27.05.2016: Am Dienstag, 24. Mai 2016, hat das Verwaltungsgericht Mainz die Urteilsbegründung im Rechtsstreit zwischen der Universität Mainz und Prof. Dr. Thomas Leif veröffentlicht. Bereits vor zwei Wochen, am 11. Mai 2016, hatte das Gericht die Rechtsauffassung von Universität und Boehringer Ingelheim Stiftung bestätigt und einen generellen Anspruch auf Einsicht in Verträge mit Drittmittelgebern sowohl nach dem alten Landes­infor­mationsfreiheitsgesetz (gültig bis 31.12.2015) als auch nach dem neuen Landestransparenzgesetz (gültig seit 1.1.2016) verneint.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zu den Verträgen mit der Uni Mainz