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Ein Meilenstein. Das Institut für Molekulare Biologie.

Mit einer Spende von 100 Millionen Euro im Jahre 2009 ermöglichte die Boehringer Ingelheim Stiftung die Errichtung und den wissenschaftlichen Betrieb des Instituts für Molekulare Biologie (IMB). Das Land Rheinland-Pfalz finanzierte gleichzeitig den Neubau des Forschungsgebäudes mit 50 Millionen Euro.

So entstand an der Universität Mainz in nur 15 Monaten ein Institut für Lebenswissenschaften, das nach internationalen Maßstäben exzellent ausgestattet ist und beste Forschungsbedingungen bietet. Das IMB ist eine hundertprozentige Tochter der Universität Mainz und befindet sich auf deren Campus. Mittlerweile beschäftigt das IMB mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 20 Ländern.

Foto: IMB / Ule Rohland

Hintergrund und Ziele der Förderung.

Die Stifterfamilie Boehringer und von Baumbach legt seit jeher Wert auf die Förderung der Mainzer Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften. Ziel ist es, Mainz als international wahrgenommenen Standort für Spitzenforschung in diesem Bereich zu etablieren und zu erhalten. 2009 spendete die Boehringer Ingelheim Stiftung 100 Millionen Euro an die Universität Mainz, um die Gründung eines Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften zu ermöglichen – das heutige Institut für Molekulare Biologie (IMB). Am IMB sollten hervorragende Rahmenbedingungen für die Forschung geschaffen und so weltweit anerkannte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher langfristig für Mainz gewonnen werden.

Das IMB – ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Forschungsförderung.

Mit der Spende fördert die Boehringer Ingelheim Stiftung den wissenschaftlichen Betrieb des IMB für zehn Jahre. Das IMB kann seinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern so international wettbewerbsfähige Bedingungen für die Forschung bieten.

Insbesondere in der Gründungsphase des Instituts stand die Stiftung der Universität Mainz beratend zur Seite und half in einer sogenannten Findungskommission, internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher auf die neuen Perspektiven in Mainz aufmerksam zu machen und sie zu einer Bewerbung auf die Direktorenposten zu bewegen. Die Perspektiven am IMB mit maximaler Forschungsfreiheit und wissenschaftlicher Unabhängigkeit bei exzellenten finanziellen Rahmenbedingungen haben überzeugt. So konnte mit Professor Christof Niehrs ein weltweit führender Zell- und Entwicklungsbiologe als Gründungsdirektor des IMB gewonnen werden, der bereits zuvor mit dem höchsten deutschen Forschungspreis, dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ausgezeichnet worden war. Anschließend konnte die Universität Mainz mit Professor René Ketting aus den Niederlanden und Professor Helle Ulrich aus England zwei weitere international anerkannte Spitzenforscher als Wissenschaftliche Direktoren des IMB nach Mainz berufen. Heute zählt das IMB insgesamt 16 wissenschaftliche Teams, die ergebnisoffene Grundlagenforschung betreiben und zum Beispiel erforschen, wie sich ein Organismus entwickelt, wie die körpereigene Reparatur des Erbguts funktioniert oder wie die Stabilität und Aktivität von Genen gesteuert werden. Wie entwickelt sich der Mensch und weshalb wird er krank? Das sind die Leitfragen, zu deren Beantwortung die Forschung am IMB langfristig beitragen möchte.

Wie bei mehrjährigen Forschungsförderungen üblich, verband die Boehringer Ingelheim Stiftung die Zusage der Spende von 100 Millionen Euro an die Universität Mainz mit der Verpflichtung, das IMB nach einer fünfjährigen Förderung durch ein internationales Gremium renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begutachten zu lassen. Unter der Leitung von Professor Herbert Jäckle, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und ehemaliger Vize-Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, bewertete ein 13-köpfiges Gutachter-Team die Aufbauarbeit und Forschung am IMB als „ausgezeichnet“: Schon jetzt trage das IMB wesentlich zur internationalen Sichtbarkeit der Mainzer Lebenswissenschaften bei.

Klare Rahmenbedingungen sichern Unabhängigkeit und Qualität.

Die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen der Boehringer Ingelheim Stiftung und der Universität Mainz sowie dem IMB sind in einer schriftlichen Vereinbarung geregelt. Das ist so normal wie wichtig. Da die Stiftung keine Gegenleistung erwartet oder erhält, handelt es sich hierbei nicht um einen Sponsoringvertrag. Vielmehr definiert der Vertrag Zweck und Ziel des Stiftungs-Engagements: die Schaffung eines internationalen Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften in Mainz – das heutige Institut für Molekulare Biologie.

In diesem Vertrag verpflichtet sich die Boehringer Ingelheim Stiftung, über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 100 Millionen Euro zu spenden, die für den wissenschaftlichen Betrieb des IMB verwendet werden dürfen. Im Zuge der Qualitätssicherung und um zu gewährleisten, dass die Mittel – wie für Stiftungsgelder rechtlich vorgeschrieben – im Sinne der Gemeinnützigkeit verwendet werden, verpflichtet sich das IMB (a) jährlich einen Forschungsbericht vorzulegen, (b) die Verwendung der Mittel durch Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen sowie (c) Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu implementieren. Der jährliche Forschungsbericht des IMB ist auf der Internetseite des Instituts frei einsehbar und zur Qualitätssicherung erfolgen in regelmäßigen Abstanden Evaluationen des gesamten Instituts sowie der einzelnen Forschungsgruppen.

Alle durch die Stiftung geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betreiben reine, ergebnisoffene Grundlagenforschung. Sie entscheiden unabhängig, welche Fragen sie bearbeiten und welche Ergebnisse sie wo veröffentlichen möchten. Einblick in die Forschung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und deren Ergebnisse geben die Internetseite des IMB oder auch die öffentlich zugängliche internationale Datenbank PubMed. Die Rechte an den Forschungsergebnissen des IMB gehören allein den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der Universität Mainz. Die Boehringer Ingelheim Stiftung hat keinerlei Zugriff darauf.

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