Skip to main content

Advanced Imaging Training.

Die neuen Imaging-Technologien versprechen – insbesondere wenn kombiniert – für die Forschung in den Lebenswissenschaften völlig neue Einblicke und Erkenntnisse. Zurzeit gibt es jedoch weltweit kein Zentrum, das Wissenschaftlern die neuesten Licht- und Elektronenmikroskopie kombiniert bietet und weiterentwickelt. Selbst der Zugang zu jeder einzelnen der teuren und komplexen neuen Technologien ist auf wenige Standorte beschränkt.

In Heidelberg, am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), einem der international führenden Forschungszentren, entsteht ab 2018 ein weltweit einmaliges Imaging Technology Centre. Es wird diese Technologien vereinen und Wissenschaftlern aus aller Welt offen stehen.

Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert für rund 10 Jahre mit insgesamt 5 Millionen Euro den Betrieb des neuen Zentrums und insbesondere das Training und die Arbeit von Wissenschaftlern an den hochkomplexen Mikroskopen. Das Gebäude und die Ausrüstung des neuen Zentrums werden vom Bund, dem Land Baden-Württemberg und der Industrie finanziert. Der Spatenstich soll im Sommer 2018 erfolgen.

Ein Klick auf das Bild führt zum Film "Sehen heißt Verstehen". Er zeigt neben einer 3D-Animation dieses Bildes weitere Momentaufnahmen des Lebens, die zu wichtigen Entdeckungen führten und gibt erste Einblicke in das geplante Imaging Technology Centre. Bild: J Cell Sci 2016 129: 444-456.

Licht- und Elektronenmikroskopie vereint.

Die Korrelative Licht- und Elektronenmikroskopie (CLEM) verknüpft zwei technisch sehr unterschiedliche Mikroskopietechniken. Mit ihr können Forscher eine und dieselbe Probe erst unter dem Lichtmikroskop und dann unter dem Elektronenmikroskop studieren. Dieses spezielle Lichtmikroskop macht funktionelle Vorgänge in lebenden Zellen im Mikrometerbereich sichtbar und das Elektronenmikroskop erfasst die Struktur von Proteinen im Nanometer- und Angströmbereich. Diese und andere neue Mikroskopietechniken ermöglichen bahnbrechende Entdeckungen durch die Kombination von funktionellen und strukturellen Informationen: So konnten Forscher am EMBL erstmals nachvollziehen, wie sich Resistenzen gegen HIV-Medikamente entwickeln und welche Zellprozesse bei Säugetieren zu Unfruchtbarkeit führen.

Link zur Pressemitteilung auf den Seiten des EMBL (für deutsche Version bitte nach unten scrollen)

Zur Broschüre des EMBL-ITC

Ein weltweit führendes Forschungsinstitut.

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) ist eine der weltweit führenden Forschungseinrichtungen. Dies gilt auch für die Entwicklung von Mikroskopie- und Imaging-Technologien. Zu seinen Kernaufgaben gehört auch Gastwissenschaftlern aus der ganzen Welt Knowhow und Techniken im Rahmen von Kooperationen, Kursen und als Serviceleistung zur Verfügung zu stellen. Neben dem Hauptlaboratorium in Heidelberg (Deutschland) unterhält das Institut Außenstellen in Hinxton (Europäisches Bioinformatik-Institut, Großbritannien), Grenoble (Frankreich), Hamburg (Deutschland), Spanien (Barcelona) und Monterotondo (Italien). Das EMBL wurde 1974 gegründet und wird von 20 europäischen Ländern sowie Australien finanziert.

Zur Webseite des EMBL